Die Sonographie gehört neben der klinischen Untersuchung zum Fundament der Diagnostik nahezu aller chirurgischen Krankheitsbilder. Wir verfügen über insgesamt acht hochmoderne Ultraschallgeräte, sodass diese Untersuchung für unsere Patient*innen unmittelbar und zeitnah verfügbar ist. Sie ist schmerzlos und im Vergleich zu anderen bildgebenden Verfahren mit keinerlei Nachteilen, wie beispielsweise der Gabe von jodhaltigem Kontrastmittel, verbunden. Wir wenden verschiedene Ultraschallmodalitäten an:
Die konventionelle Sonographie wird zur Beurteilung der Bauchorgane, der Schilddrüse, der Haut- und Unterhaut sowie von Muskeln und Sehnen eingesetzt.
Im Rahmen der Dopplersonographie wird der Blutfluss in Arterien und Venen hörbar gemacht, wodurch Flussveränderungen im Gefäßsystem diagnostiziert werden können. Dazu gehört auch die sogenannte Dopplerdruckmessung, mit der Frühstadien von Durchblutungsstörungen erkannt werden können
Die Farbduplexsonographie dient der visuellen Darstellung des Blutflusses in den Gefäßen im Ultraschallbild. Gefäßverengungen werden so sichtbar. Besonders bei Erkrankungen der Halsschlagader und der Beinschlagadern spielt sie eine entscheidende Rolle. Oft können Indikationen für eine operative oder interventionelle Therapie bereits mit diesem Untersuchungsverfahren ohne Belastung für den Patienten gestellt werden. Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf der Verlaufskontrolle von Gefäßerkrankungen. Bei Venenerkrankungen sind invasive Untersuchungen nur noch in Ausnahmefällen notwendig, da prinzipiell alle Informationen für eine eventuelle Behandlung von Krampfadern (Varizen) duplexsonographisch gewonnen werden können. Dies gilt auch für die Abklärung einer etwaigen Thrombose (Blutpfropf) im tiefen Beinvenensystem (TVT) sowie Entzündungen des Venensystems (Thrombophlebitis). Zudem kann diese Technik bei der Abgrenzung und Beurteilung von Lymph- und/oder Lipödemen helfen.